Kleine Diamantenkunde für Verlobungsringe

Kleine Diamantenkunde für den Verlobungsring | Braut Concierge | Hochzeitsplaner & Bridal Fashion Stylist

Der Verlobungsring hat in Deutschland noch keine lange Tradition. Er ist erst mit den Hollywood-Filmen und Social Media übergeschwappt. Aber schon jetzt freuen sich viele Frauen mehr über den Verlobungsring als später über den Ehering. Was sich auch daran zeigt, dass immer mehr Frauen ihn anstatt des Eheringes fragen. Keine Frage. der Verlobungsring wird immer wichtiger. Und wenn es um den Verlobungsring geht, kommt man an Diamanten wohl kaum vorbei. Wie hat Marilyn Monroe gesungen? Diamanods are a girls beste friend? Aber Diamanten kommen in allen Formen, Größen, Schliffen und Karat. Wer soll sich da schon für einen Verlobungsring entscheiden können? Deswegen habe ich dir eine kleine Diamantenschule zusammengestellt. Viel Spaß mit dem besten Freund einer Frau!

Karat oder Carat Weight

Den Wert eines Diamanten steigt mit seinem Gewicht und das wird seit langem in Karat gemessen. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm. Je mehr Karat ein Diamant hat, desto mehr Wert hat er. Und lasst euch nicht von der Größe eines Diamanten in die Irre führen; der Schliff kann die Größe stark beeinflussen. Bei rund-geschliffenen Diamanten versteckt sich das Hauptteil des Gewichts in der Spitze des Diamanten. So kann ein 0,5 Karat Diamant mit Princess-Schliff schnell wie ein Diamant mit 0,75 Karat wirken. 

 

Tipp: Wenn dir die Größe des Diamanten wichtig ist, du aber ein Budget habt, wähl lieber einen Schliff, der die Größe des Diamanten maximiert statt einen Diamanten mit möglichst viel Karat. 

Reinheit oder Clarity

Die Reinheit eines Diamanten bezeichnet die Sichtbarkeit von Fehlern oder Einschlüssen, wie Juweliere sagen würden. Als Fehler gelten helle oder dunkle Einschlüsse, mikroskopisch kleine Risse oder Makel auf der Oberfläche. Dazu werden im Handel 11 Kategorien benutzt, deren Bezeichnung sich alle aus dem Englischen ableiten. Als lupenrein (flawless) werden Diamanten ohne jegliche Makel bezeichnet oder Diamanten mit kleinen Makeln auf der Oberfläche. Diese stammen meistens von der Verarbeitung der Diamanten und findet sich in der englischen Bezeichnung internally flawless wieder. Dann kommen Diamanten mit sehr, sehr kleinen Makeln die auch bei 10-facher Vergrößerung nur schwer sichtbar sind in den Klassen VVS1-VVS2. Diamanten mit kleinen Makeln, die bei 10-facher Vergrößerung sichtbar sind werden in den Kategorien VS1-VS2 eingeteilt. Unter dieser Kategorie sind die Makel auch für das bloße Auge sichtbar.  

 

Tipp: Obwohl das ungeübte Auge kaum einen Unterschied zwischen einem lupenreinen Diamanten und einem Diamanten mit kleinen Makel entdecken würde, gibt es einen sehr deutlichen Preisunterschied. Bei der Wahl deines Verlobungsringes liegst du mit der Wahl eines Diamanten der Klassen VVS bis SI1 auf der sicheren Seite. Bei Diamanten der Kategorie SI1 oder SI2 solltet ihr besonders auf die Lage der Makel achten. 

Farbe oder Colour

Für das ungeübte Auge wirken Diamanten fast immer farblos aber komplett farblose Diamanten sind extrem selten und entsprechend teuer. Die meisten Diamanten haben eine kleine Färbung. Je intensiver diese Färbung ist desto unattraktiver wirkt der Diamant. Der Schliff

 

Reine, intensiv gefärbte Diamanten hingegen werden als fancy bezeichnet. In den letzten Jahren werden diese Diamanten immer beliebter - was sich deutlich im Preis zeigt. Besonders Hollywood-Stars lieben diesen Trend und trage gerne kanariengelbe oder rosa Diamanten. Aber auch Diamanten in braun, blau, grün, rot oder orange sind sehr beliebt. 

 

Tipp. Schwarze Diamanten werden häufig aus minderwertigen Diamanten mithilfe von Neutronenbestrahlung hergestellt. Es gibt zwar auch natürliche schwarze Diamanten wie der Schwarze Orloff-Diamant, diese sind jedoch seltener als alle andere fancy Diamanten und deshalb nicht weiter in diesem Artikel aufgeführt.

Schliff oder Cut

Wusstest du, dass der richtige Schliff einen Diamanten erst wirklich zum Strahlen bringt? Selbst ein lupenreiner Diamant kann mit einem stümperhaften Schliff enttäuschend aussehen. Bei der Wahl deines Verlobungsringes sollte der Schliff daher das wichtigste Kriterium sein. 

 

Brillanten (rund geschliffene Diamanten) haben die meisten die meisten geschliffenen Facetten und strahlen daher am meisten. Kein Wunder, dass dies der beliebteste Schliff für Verlobungsringe ist. 

 

Tipp: Wähl lieber einen kleinen Diamanten mit perfektem Schliff als einen großen Diamanten mit mittelmäßigem Schliff.

Fassung

Schon in der Uni habe ich gelernt, dass die Präsentation fast wichtiger als der Inhalt ist. Wenn der Diamand der Inhalt ist, ist die Fassung hier die Präsentation. Ein großer Diamant kommt bei einer klassischen Fassung mit vier oder sechs Krappen besonders gut zur Geltung weil der Fokus komplett auf dem Stein liegt. Bei Chatonfassungen kann der Stein auch von der Seite gut bewundert werden.

 

Bei Halo- oder Cluster-Fassungen wird der Hauptdiamant von vielen kleinen Steinen umrandet. Der berühmteste Ring dieser Art ist der Saphir-Verlobungsring von Kate Middleton. Wenn du auf der Trendwelle ganz vorne mit dabei sein willst, solltest du dir mal Spannringe oder Art-Deco-inspirierte Fassungen anschauen.

Was für einen Verlobungsring hast du ins Auge gefasst? Soll es ein Diamant werden oder sind andere Edelsteine wie Saphire, Opale oder Smaragde für dich auch interessant? Ich bin gespannt auf deine Meinung.

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